Boho-Schmuck - Eine kleine Geschichte!

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Hippie Hippie Shake

Der Ursprung des Genres liegt in der Hippie-Zeit 60er bis 70er Jahre. Natürlichkeit, Instinkt, Kreativität und Ablehnung des Wohlstandsdenkens der Gesellschaft bestimmten das Denken und Fühlen der Flower-Power-Bewegung. Der frühe Boho-Schmuck war eine der sichtbaren Elemente, mit denen sich die "Blumenkinder" zu erkennen gaben.

Natürlichkeit und Kreativität

Dieser Boho-Schmuck war oft selbstgemacht. Wie die Mädchen und Frauen sich Tücher und Bänder zu spontanen Styles um den Körper banden, verwoben sie auch Perlen und beinahe beliebige andere Dinge zu Schmuckstücken. Das gewickelte Armband des Boho-Schmucks erblickte durch die Hippie-Girls das Licht der Welt.

Lebensfreude statt materiellem Denken

Die Sichtbarmachung von Lebensfreude statt Zurschaustellung von Wertgegenständen war ein starkes Motiv der Schmuckproduktion, daneben aber auch die Präsentation einer Alternativkultur. Die fanden Hippie- und Boho-Schmuck in Zentral- und Südasien, von Nepal und Tibet über Indien bis Sri Lanka.

Der Ethno-Style im Boho-Schmuck

Dieser Teil des Orients diente nicht nur als Vorbild für die Farbenvielfalt und das Formenspiel von Hippie-Schmuck und Boho-Couture, sondern auch als Bedienungsanleitung auf einem anderen Lebensweg. Fortan fanden sich buddhistische Statuetten und Glöckchen und yogistische Heilsattribute als schmückende Elemente an Hippie-Ketten und Armbändern wieder. Das Chakra-Armband ist heute genauso elementarer Bestandteil des Repertoires des Boho-Schmucks wie die mutmaßlich heilende Wirkung der auf Ketten und Armbändern aufgereihten Steinperlen.

Hippie-Style goes on.

Die berühmte Hippie-Zeit verebbte zwar in den 70ern, doch ihre Flamme glimmte fort. Auch die Träger des Hippie-Stils lebten noch, und nachdem sie bürgerliche Berufe ergriffen hatten, schmückten sie sich privat mit Flower Power und fanden Nachahmer bei Schülern und Studenten. Der regelmäßige Besuch von Flohmärkten und Second-Hand-Läden gehörte vor allem bei vielen jungen Mädchen zum Ausgangspunkt kreativer Spielereien. Zur individuellen Fashion gehörte immer ausladender Schmuck im Hippie-Stil.

Wiederauferstehung als Bohemians

Erst jetzt, in den 80ern, entstand der Begriff Boho, den die Pariser als Kurzform für Bourgeois Bohème setzten, denn diese Bohemians waren offenbar Menschen aus dem Mittelstand, die ihr Leben genossen, ohne dabei Geldprobleme zu haben. Die Modeblätter entdeckten den Begriff lange später, als die Schauspielerin Sienna Miller mit hippie-esken Klamotten von diesem Boho-Stil reden machte und eine breite Modebewegung nach sich zog. Mit dabei natürlich der auffällige, verspielte Schmuck, der jetzt eben Boho-Schmuck hieß.

Der Markt entdeckt Boho.

Auch dieser Mode-Trend ging vorbei bzw. entwickelte sich marktgerecht weiter, sprich: wurde mit teuren Stoffen und raffinierten Schnitten so aufgeplustert, dass das Original dahinter verschwand. Jenseits des Trends aber lebt der Hippie-Stil, der in der Fashion und Wohnungseinrichtung geglättet und ein wenig entfärbt wurde, als Boho-Style weiter.

Boho-Schmuck ist Hippie-Schmuck.

Stilistisch am gefestigsten zeigte sich der Schmuck. Im Boho-Schmuck sind Ketten und Armbänder mit Halbedelsteinen und allerlei Firlefanz genauso beliebt wie Ringe und Ohrringe, die nicht mit Gold und Juwelen prahlen oder sich schüchtern am Körper verbergen, sondern die preiswerte Schönheit von Halbedelsteinen entdecken, diese selten mit wertvollerem Metall als Sterlingsilber verbinden und das Ganze groß raus bringen.


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